Druckschrift 
2 (1794)
Seite
191
Einzelbild herunterladen
 

kleine S ch r i f l c n. 191

Einheimischer Luxus, dcr ins Große geht, ver-mehrt die Zahl der dazu nöthigcn Arbeiter, die be-trächtlich ist, und vermindert blos dicjenigcu Fa»milien, die sich ihm ergeben, und deren vcrhält-uißmäßig nur wenig sind. Je mehr sich über dcrModeanfwand unter alle Stände eines Volks ver-breitet, desto bedächtlichcr werden sie bcyin Heu-rathen. Man sollte daher den Luxus nie allgemeinwerden laßen.

Die große Vermehrung der Zweige einzelnerFamilien hat nicht immer ihren Grund in einergrößer» natürlichen Fruchtbarkeit, sondern osternoch in dem guten Beispiele des fleißigen Stamm-vaters, und in industriöser Erziehung, die denKindern bald ihren Unterhalt verschafft, und ihnendurch die Sicherheit eines guten Auskommens zufrühen Ehen Muth macht. Gäb es daher unterunserm Volk eine Sekte, die Arbeitsamkeit undHäuslichkeit als Religionsxflicht betrachtete, undihre Kinder mehr, als gewöhnlich geschieht, dazuanhieltc, so müßte diese Sekre durch natürlicheZeugung stärker anwachsen, als irgend eine an-dere in England.

Hat