,76 V. Franklins
derbtheit solcher Gcmüther, die noch nicht durchReligion gelautert, oder durch gute Erziehung ge-bcßer: worden. Denn, wie der Dichter sagt:„Cs liegt ein Hang im Menschen, den kein Zauber«zahmen kann, seine Nachbars Schande laut zu„verkündigen" und daher „verewigen sich Skan-dale und verbreiten sich auf Adlerschwingen, in-»deß edle Lhatcn, kaum geboren, schon sterben und„vergeßcn werden.« Wem cs Verdruß macht,gutes von seinem Nachbar zu hören, der wird amGegcntheil Vergnügen finden, und in jeder großenStadt gibt es Leute genug, die, ohne Hofnung, sichdurch ihre Tugenden emporzuschwingen, nichtsglücklicher machen kann, als andere in Eine Tiefemit sich hcrabgcstoßen zu sehen, und die durch ihrbaares Geld einen oder mehrere dieser Gerichtshöfeerhalten- Ein scharfsinniger Beobachter sagte einst,wenn man an einem Morgen, wo cs glatteißc,durch die Straßen gehe, so könnte man aus derAsche, die vor den Thüren auf das Eis gestreutwäre, sehen, wo gute Leute wohnten. Wahrschein-lich würde er aus manchen Snbscribentenlisten eineganz verschiedene Folgerung für den Charakter sol-cher Leser gezogen haben.
Ueber