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2 (1794)
Seite
158
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B. Franklins

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gung der Gesetze ist keins von bcyden zn fürch-ten." Wirklich? So ist cs wohl unmög-lich, ein ungerechtes Gesetz zu geben? Und ist dasGesetz, wenn cs selbst ungerecht ist, nicht zugleichdas Werkzeug" dasdes Vcrfaßers und Jeder-manns höchsten Unwillen erregen sollte?" Ichlese in den neuesten Londner Zeitungen, daß inOld Dailc!) eine Weibsperson zum Tode verdammtworden, weil sie aus einem Laden ein Stück Flor,etwas über vier Lhalcr an Werth, entwendet. Isthier das geringste Verhaltniß zwischen der Verle-tzung des Eigenthnms durch einen Diebstahl, derau Werth vier Thaler betragt, und der Bestrafungeines menschlichen Wesens durch den Tod am Gal-gen? Hatte diese Weibsperson nicht, dem göttli-chen Gesetz gemäß, durch ihrer Hände Arbeit denSchaden vierfach ersetzen-können? Ist nicht jedeStrafe, die die Größe des Verbrechens übersteigt,in gleichem Verhaltniß Bestrafung der Unschuld?Wie groß steigt, aus diesem Gesichtspunkt betrach-tet, die jährliche Anzahl nicht allein der gekrank-ten sondern auch der leidenden Unschuldigen fastin allen gebildeten Staaten Europens!

Allein,