B. Franklins
setz Gottes war, cingcgcben von göttlicher Weis-heit, die der menschlichen unendlich überlegen ist;mit welchem Rechte setzen wir die Todesstrafe aufein Vergehen, das jenem Gesetz zn folge, nur durchvierfachen Ersatz bestraft wurde? Einen Menschenwegen eines Vergehens, das den Tod nicht ver-dient, hinrichten, heißt das nicht morden? Undsoll man, wie der französische Schriftsteller sagt,ein Vergehen gegen die Gesellschaft durch ein Ver-brechen gegen die Natur strafen?
Ucberflüßigcs Eigcnthum ist die Folge des ge-sellschaftlichen Lebens. Einfache und milde Gese-tze waren hinreichend, blos uöthiges Eigcnthum zubeschützen. Der Dogen, die Axt des Wilden, unddie Haut, womit er sich bedeckte, waren auchohne Gesetz durch Furcht vor persönlicher Racheund Wiedcrvergcltung hinreichend gesichert. Alsaber, durch die Kraft der ersten Gesetze, ein Lheilder Gesellschaft Ncichthümer sammelte und mächtigward, so brachte er andere, strengere Gesetze auf,und suchte sein Eigenthum auf Kosten derMenschlichkeit zn schützen. Dicß war ein Mißbrauchder Gewalt und der Anfang der Tyrannei). Hätte
man