kleine S ch r i f t e n. roi
fall. Bei) dieser Gelegenheit will ich Ihnen einVerfahren mittheilen, woran ich mich selbst gewöhnthabe. Sie wißen, daß kalte Bader hier lange alsein stärkendes Mittel im Gang waren: mir hinge-gen ist der Schock des kalten Waßcrs, im Ganzenimmer zu heftig vorgekommen, und ich habe esfür meinen Körper weit angenehmer gefunden, ineinem andern Elemente, ich meine in kalter Luftzu baden. In dieser Absicht siche ich fast jedenMorgen früh auf, und setze mich ohne alle Bekleidung,je nachdem die Iahrszcit ist, eine halbe Stunde oderStundein mein Zimmer, wobei) ich lese oder schreibe.Dieses Verfahren ist nicht im geringsten unange-nehm, im Gcgentheil für das Gefühl höchst behaglich;und wenn ich mich hernach, wie bisweilen gc-
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schöpfte, daß man den Schweiß mit Gewalt heraustrei-den wollte- Die andere schwächte den Magen, indemman das Blut durch Orgeade, Molken re. re. abzuküh-len und zu verdünnen suchte. Die obenerwähnte neueMethode darf mit jener alten kühlenden nicht verwech-selt werden; denn sie stärkt eben so sehr, als jeneschwächt. Sie stellt die Spannung der Fibern her,verhindert den Verlust der natürlichen Wärme desÄör-pers, und bringt die Lebensgeister in Umlauf. Ausdiesem Grunde verdient ste den Nahmen einer tonischenoder stärkenden.