kleine Schriften. 7z
XV.
Ein Apoloa.
Es war einmahl ein guter Mann, der hieß Ja-kob , und ward sehr krank. Sein Beichtvater glaub-te, er werde sterben, und ricth ihm, sein Hauszu beschicken, und seinen Frieden mit Gott zu ma-chen, damit das Paradicß ihm nicht entgehe. AberJakob sagte zu ihm: » Das macht mir keine Sor-ge, denn diese Nacht habe ich eine Erscheinung ge-habt, die mich sehr beruhigte." ^— Und das war?fragte der gute Pfarrer. — „Ich befand mich,crwiedcrte der Sterbende, an der Thüre des Pa-radieses, unter einer Menge andrer Leute, die hin-ein wollten. St. Petrus fragte einen jeden, vonwelcher Religion er sei)? der eine antwortete: Ichbin römisch--katholisch. Gut, sagte St. Perrus,komm herein, und nimm unter den KatholikenPlatz. Ein anderer sagte: ich bin ein Reformir-ter. Wohl, sagte St. Petrus, geh dort hinzuden Reformirten. Endlich fragte er auch mich,von welcher Religion ich wäre? „Ach! gab ich zurAntwort, ich hatte keine andere Religion, als dasNaturgesetz und die Menschenliebe. " Der Heilige
E 5 be.