k l e i n e S ch r i f t e »,. 71
XlV.
Eine Parabel wider den Verfolg»,igö.geist.
Und cs begab sich nach diesem Allen, daß Abra-ham bey Sonnenuntergang in der Thüre seinesZeltes saß. Und er sah einen alten Mann den Wegaus der Wüste kommen, und sich auf seinen Stabstützen. Und er stand auf, ging ihm entgegen undsprach: „Lieber, kehre bey mir ein, deine Füße zuwaschen, und bleibe die Nacht bey mir; so kannstdu früh aufstehn und deinen Weg fortsetzcn." Undder Mann sprach: »Ich gehe nicht mit dir, ichbleibe unter diesem Baume." Abraham aber nö-thigte ihn fast sehr, und da kehrte er um und gingin das Zelt, und Abraham buck ungesäuert Brod,und sie aßen zusammen. Da nun Abraham sah,daß der Mann Gott nicht dankte, sprach er zu ihm:„ warum betest du nicht zu dem höchsten Gott, denSchöpfer Himmels und der Erden?" Und derMann antwortete und sprach: „Ich bete deinenGott nicht an, und rufe auch seinen Nahmen nichtan, denn ich habe mir selbst einen Gott gemacht,der immerdar in meinem Hause wohnt, und mir
E 4 gibt.