kleine Schriften. 59
Zu diesem Zweck »nisten wir, vor allen Din-gen , durch gehörige Bewegung und große Mäßig-keit die Gesundheit zu erhalten suchen: denn,
wenn der Körper krank ist, so wird die Phantasieverwirrt, und cs treten meist unangenehme, bis-weilen schreckliche Bilder vor die Seele. Bewegungmuß man sich vor dem Esten machen, nicht unmit-telbar nach demselben: jene befördert, diese, wennsic nicht sehr mäßig ist, verhindert die Verdauung.
' Esten wir nach der Bewegung spärlich, so wird dieVerdauung leicht und gut, der Körper munter, dieLaune heiter seyn, und alle thierischcn Verrichtun-gen werden ohne Beschwerden vor sich gehn. DerSchlaf, wenn er erfolgt, wird natürlich und ruhigsepn. Trägheit dagegen, mit Uebcrmaast im Estenverbunden, erzeugt Alpdrücken, Beklemmung undunaussprechliche Augst. Wir stürzen in Abgründe,werden von wilden Thieren, Mördern und Ge-spenstern verfolgt, und erfahren alles nur möglicheHebel und Unglück. Bemerken Sic jedoch, daßlein allgemeines Maaß für Esten und Arbeitenstatt findet; wer viel Bewegung hat, kann, undmuß sogar mehr cstcn, als ein Anderer, der denKörper nnr wenig anstrengt. Ueberhaupt eßcn die
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