ZS
B. Franklins
Das Scliachspicl ist nicht blos ein müßigerZeitvertreib. Mehrere sehr schatzenswerthe, imLauf des menschlichen Lebens nützliche Eigenschaf-ten des Gemüths kann man sich dadurch erwerbenoder doch starken, so daß sie zu Fertigkeit werden,die uns bei) keiner Gelegenheit entstehen. DasLeben ist ja selbst eine Art von Schach, wo wiroft gewißc Punkte zu gewinnen lind Nebenbuhleroder Gegner zu bekämpfen haben, und worinn eineunendliche Mannichfalrigkeit guter und böser Zufälleherrscht, die gcwißermaaßcn Folgen der Klugheitoder des Mangels an ihr sind. Vcpm Schachspielkönnen wir daher lernen
Erstens Vorsicht, die ein wenig in die Zu-kunft blickt, und die Folgen erwägt, die eineHandlung haben kann; denn der Spieler muß be-ständig sagen: „Wenn ich diesen Zug rhue, was„wird dann der Vortheil meiner neuen Lage sepn?„Wie kann ihn mein Gegner zu meinem Nachthcil„benutzen? Was kann ich sonst für Züge thun, jc-„ncn zu decke», und mich selbst gegen seinen An-„ griff zu vcrtheidigen?"
Zwey-