kleine Schriften. 17
V.
Bittschrift an diejenigen, die die Oberauf,sicht über die Erziehung haben.
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^ch wende mich an alle Kinderfreunde, und be-schwöre sie, einen Blick des Mitleids auf meinunglückliches Schicksal zu werfen, und die Vorur-theile auszurotten, deren Opfer ich bin. Wirsind ein paar Zwilliugsschwestern, und die zwei)Augen des Menschen sind einander nichtähnlicher, noch im Stande, sich bcßcr miteinander zu vertragen, als meine Schwester undich, wenn unsre Eltern nur nicht fo parehepischwaren, und den nachtheiligsten Unterschied zwi-schen uns machten. Ich ward von Kindheit angezwungen, meine Schwester als ein Wesen höhe-rer Art zu betrachten. Man ließ mich ohne dengeringsten Unterricht aufwachsen, indeß man anihker Erziehung nichts sparte. Sie erhielt Lehrer,die sie im Schreiben, Zeichnen, in der Musik undandern Künsten unterrichteten; rührre ich hingegenvon ohugcfehr einen Pinsel, eine Feder oder Nadelan, so bekam ich einen derben Verweis, und mehrals einmal, wegen Ungeschicklichkeit und MangelZranklüis kleine Sck7riftcnckf.Tl)cil. V an