Denn in diesem Fall schneide» die Küfer die Ko-pfe ganz oder zum Theil ab, und reißen eine neueZarge in das Faß ein.
VI. Endlich hangt auch die Lange der Visier-Li-nie von der Figur der Böden ab; ob nemlich diesel-ben gesenkt oder nicht gesenkt, und auf ihrer Kanntedick oder dünne sind. Letzterer Umstand macht insbe-sondere, daß die Visier-Linie eines Faßes, das nachallen seinen Dimensionen gerade halb so groß als einanderes von der ncmlichcn Gattung ist, nicht auchgerade die Hälfte der einen Visier-Linie ist. Dennmeistens wird in solchem Fall die Zarge mit cincrlcyRaumzahn eingerissen. Hat der Boden des Faßesvon aussen eine Senkung, so wird die Visier - Linieum so viel kürzer, je mehr der Boden gesenkt ist.Diese Senkung aber hat, so viel ich weiß, kein be-stimmtes Maas. Denn ich verfertigte ehedem dieSenk - Model nach verschiedenen Halbmessern ; dochhabe ich mich durch Abmessung vieler Fäßcr überzeugt,daß der Halbmesser derselben nicht kleiner als zo undnicht größer als 40 Fuß seyn möge, paZ. ir.ck; esmag der Küfer seinen Boden entweder regulär nachdem Scnk-Modcl, oder nur überhaupt nach dem Au-genmaas senken.
Aus allem dem, was bisher über die Visier-Li-nie gesagt worden, ist zu ersehen, daß die Lange der-selben sich nicht allgemein ins Verhältnis) mit einerandern Linie des Faßes setzen lasse; ja sie ist selbstbey dem schönsten nach der Regel gebauten Faß zu-fällig; weil sie auch da noch von der Dicke der Spund-Daube abhängt, die meistens etwas dicker als die an-dern genommen wird.
VII. Wenn man also fragt: wie viel Stichemißt die Visier-Linie eines nach der Regel gebauten
D 5 Faßes,