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minder schön; aber bei dieser ägyptischen Königin stei-gert sie sich zur gräulichsten Tollheit... Diese Liebe istein rasender Comet, der mit seinem Flammenschweif, inden unerhörtesten Kreisläufen, am Himmel dahinstürmt,alle Sterne auf seinem Wege erschreckt, wo nicht garbeschädigt, und endlich, kläglich zusammenkrachend,wie eine Rakete, in tausend Funken zerstiebt.
Ja, du glichest einem furchtbaren Comete, schöneCleopatra, und du glühtest nicht bloss zu deinem eignenVerderben, sondern du bedeutetest auch Unglück fürdeine Zeitgenossen. . . Mit Antonius nimmt auch dasalte heroische Römerthum ein jämmerliches Ende.
Womit soll ich aber euch vergleichen, Julia und Mi-randa? Ich schaue wieder nach dem Himmel und suchedort euer Ebenbild. Es befindet sich vielleicht hinterden Sternen, wo mein Blick nicht hindringt. Vielleicht,wenn die glühende Sonne auch die Milde des Mondesbesässe, ich könnte dich mit ihr vergleichen, Julia!Wäre der milde Mond zugleich begabt mit der Glut derSonne , ich würde dich hamit vergleichen, Miranda!
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