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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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KOENIGLN C ATI IA ULNA.

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scheinlich mit den Jahren nicht zugenommen, um somehr da sie, aus Frömmigkeit, mit Geisselung, Fasten,Nachtwachen und Betrübungen, ihr Fleisch beständigkasteite. Ueber diese aseetisehenUebungen beklagte sichihr Gemahl oft genug, und auch uns wären dergleichenan einer Frau sehr fatal gewesen.

Aber es giebt noch einen andern Umstand, der mich inmeinem Vorurtheil gegen diese Königin bestärkt : Siewar die Tochter der Isabella von Castilien und die Mut-ter der blutigen Maria. Was soll ich von dem Baumedenken , der solcher bösen Saat entsprossen, und solcheböse Frucht gebar?

Wenn sich auch in der Geschichte keine Spuren ihrerGrausamkeit vorfmden, so tritt dennoch der wilde Stolzihrer Race bei jeder Gelegenheit hervor, wo sie ihrenBang vertreten oder geltend machen will. Trotz ihrerwohleingeübten christlichen Demuth, gerieth sie dochjedesmal in einen fast heidnischen Zorn, wenn maneinen Yerstoss gegen die herkömmliche Etikette machteoder gar ihr den königlichen Titel verweigerte. Bis inden Tod bewahrte sie diesen unauslöschbaren Hochmuth,und auch bei Shakspear sind ihre letzten Worte :

Ihr sollt mich balsamiren, dann zur SchauAusstellen, zwar entkönigt, doch begrabt michAls Königin und eines Königs Tochter.

Ich kann nicht mehr.