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Shakspeares Maedchen und Frauen
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LADY OKAY.

gend einem Drama agircn lasst. Für die WahrheitseinerSchilderungen bürgt, nach meinem Bedünken, auch diefrappante Aehnlichkeit, welche sieh zwischen seinenalten Königen und jenen Königen der Jetztzeit kundgiebt, die wir als Zeitgenossen am besten zu beurtheilenvermögen.

Was Friedrich Schlegel von dem Gechichtschreibersagt, gilt ganz eigentlich von unserem Dichter : Er istein in die Vergangenheit schauender Prophet. Wäre esmir erlaubt, einem der berühmtesten unserer gekrön-ten Zeitgenossen den Spiegel vorzuhalten, so würdejeder einsehen, dass ihm Shakspear schon vor zweiJahrhunderten seinen Steckbrief ausgeferligt hat. In derThat, beim Anblick dieses grossen, vortrefflichen undgewiss auch gloreichen Monarchen überschleicht unsein gewisses Schauergefühl, das wir zuweilen empfin-den , wenn wir im wachen Tageslichte einer Gestaltbegegnen, die wir schon in nächtlichen Träumen erblickthaben. Als wir ihn vor acht Jahren durch die Strassender Hauptstadt reiten sahen, « baarhäuptig und demü-thig nach allen Seiten griissend», dachten wir immeran die Worte, womit York des Bolingbrokes Einzug inLondon schildert. Sein Vetter, der neuere Richard II.kannte ihn sehr gut, durchschaute ihn immer undäusserle einst ganz richtig :

Wir selbst und Busliy, Bagot hier und Green ,Sahn sein Bewerben beim geringen Volk,Wie er sich wollt in ihre Herzen tauchen