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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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LAYLMA.

jene spätem Cäsaren, die dem Wahnsinn und dem Ver-brechen der Neronen und Caligulen, noch die windigsteSchwächlichkeit hinzufügten. Diesen, den Neronen undCaligulen, schwindelte auf der Höhe ihrer Allmacht;sich erhaben dünkend über alle Menschlichkeit, wur-den sie Unmenschen; sich selber für Götter haltend,wurden sie gottlos; ob ihrer Ungeheuerlichkeit aberkönnen wir vor Erstaunen sie kaum mehr nach vernünf-tigen Maasstaben beurtheilen. Die späteren Cäsaren hin-gegen sind weit mehr Gegenstände unseres Mitleids,unseres Unwillens, unseres Ekels; es fehlt ihnen dieheidnische Selbstvergötterung, der Rausch ihrer allei-nigen Majestät, ihrer schauerlichen Unverantwortlich-keit. .. Sie sind christlich zerknirscht, und der schwarzeBeichtiger hat ihnen ins Gewissen geredet, und sie ah-nen jetzt, dass sie nur armselige Würmer sind, dasssie von der Gnade einer höhern Gottheit abhängen, unddass sie einst für ihre irdischen Sünden in der Hölle ge-sotten und gebraten werden.

Obgleich in Titus Andronikus noch dass äussere Ge-pränge des Heidenthums waltet, so offenbart sich dochin diesem Stück schon der Charakter der spätem christ-lichen Zeit, und die moralische Verkehrtheit in allensittlichen und bürgerlichen Dingen ist schon ganzbyzantinisch. Dieses Stück gehört sicher zu Schakspearsfrühesten Erzeugnissen, obgleich manche Kritiker ihmdie Autorschaft streitig machen; es herrscht darineine Unbarmherzigkeit, eine schneidende Vorliebe fürdas Hässliche, ein titanisches Hadem mit den göttlichenMächten, wie wir dergleichen in den Erstlingswerken