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CLEOPATRA.
Erzeugte ihre Wollust. Ihr verliehAegypten er zum Eigenthum, und machteVon Niedersyrien, Cyprus, Lydien sieZur unumschränkten Königin.
An dem Ort,
Wo man die öffentlichen Spiele giebt,
Da kündet er als Könige der Kön’geDie Söhne ; gab Grossmedien, Parthien,
Armenien dem Alexander, wiesDem Ptolomäus Syrien, CilicienUnd auch Phönizien an. Sie selbst erschienIm Schmuck der Göttin Isis diesen Tag,
Und wie man sagt, ertheilte sie vorherAuf diese Weise oftmals schon Gehör.
Die ägyptische Zauberin hält nicht bloss sein Herz,sondern auch sein Hirn gefangen, und verwirrt sogarsein Feldherrntalent. Statt auf dem festen Lande, wo ergeübt im Siegen , liefert er die Schlacht auf der unsichernSee, wo seine Tapferkeit sich weniger geltend machenkann; — und dort, wohin das launenhafte Weih ihndurchaus folgen wollte, ergreift sie plötzlich die Fluchtnebst allen ihren Schiffen, eben im entscheidenden Mo-mente des Kampfes; — und Antonius, «gleich einembriinst’gen Entrich,» mit ausgespannten Segelflügeln,flieht ihr nach, und lässt Ehre und Glück im Stich.Aber nicht bloss durch die weiblichen Launen Cleopa-tras erleidet der unglückselige Held die schmählichsteNiederlage; späterhin übt sie gegen ihn sogar denschwärzesten Yerrath, und lässl, im geheimen Einver-