sich das Ganze kleiner als einen seiner Theile vorstel-len. Ja, sobald davon die Rede ist, die Wälder gan-zer Staaten oder Provinzen zu dirigiren, da wird,rmd muß freylich eben so, als wenn es darum zu thunwäre, die Landwirthschaft ganzer Staaten oder Pro-vinzen zu leiten, die Sache als ein wissenschaftlicherGegenstand betrachtet und seines Umfangs und seinerVielseitigkeit wegen mit systematischer Ordnung behan-delt werden. Das hört aber ganz auf, wenn alle Wal-dungen zu kleinen verhaltnißmäßigen Theilen in lauterPnvathande gerathen, welche sie so, wie die übrigenTheile der Landwirthschaft, nach ganz einfachen, denörtlichen Umständen einer jeden Gegend angemessenenGrundsätzen behandeln können. Gerade diese Behand-lung nun ist auch aus allen möglichen die beste, und al-lein nur im Stande, uns und unsere Nachkommen vorgewissem Holzmangel zu bewahren, wie ich dieses bereitsoben umständlicher erörtert habe. Dabey wird ein gro-ßer Theil dessen, was jetzt jeder Forstmann wissen muß,nebst dem größten Theile der sogenannten hülfswiffcn-schaftlichen Kenntnisse ganz entbehrlich seyn, so, daß der,welcher auf diesen Fall einen zweckmäßigen Unterrichtüber Bewirthschaftung der Wälder schreibe» mußte, we-nigstens zwey Drittheile eines heutigen Forstlehrbuchesersparen könnte. Es würden sich daher, um mich ei-nes Gleichnisses zu bedienen, gegen eine solche Schriftunsere theoretisch-praktischen Lchrsysteme sämmtlicherFdrstcrwissenschaftcn ungefähr so wie das alte Testa-ment ter Bibel gegen das neue verhalten. Sir wür-den keineswegs ganz unbrauchbar stpn; besonders aber
könn-