Auf den Verkauf der kleinern Waldungen würdennach meinem Plane auch Vorschläge zur Veräußerungder größer», gefolgt seyn. Der Sieg wäre mir leichtgewesen, und ich hatte schon günstige Beyspiele vor-ausgeschickt.
Schon 1794 entwickelten sich in mir diese Ideen,als ich die großen Streitigkeiten über den sogenanntenAin - oder Gemeindewald zu Kellheim untersuchte, undvermittelst Vergleichs zu Ende brachte. Von diesemgroßen Walde sagt uns die Geschichte, daß er einst zumSchloß Pürkenfels gehörte, von dem man noch 160aRuinen bemerkte. Ein gewisser Pürkhammer besaß dieseBurg, und rnit seinem Leben erlosch sein Geschlecht,da er nur zwey Töchter hinterließ. Diese theilte» denWald, und, weil eine von ihnen im Kloster Nieder-münster zu Regensburg den Schleier annahm, brachtesie auch die Hälfte dieses Waldes, der noch heut znLage unter dein Nahmen Frauenwald dein Kloster ge-hört, als Brautschatz mit. Die zweyte Tochter starblnwerheurathet, und vermachte den Wald allen gutenGesellen. Darunter verstand sich nun die ganze Ge-gend, und so wußte 1794 noch niemand, wem eigent-lich dieser Wald gehöre.
Die umliegenden Bürger, von der Stadt Kellheim,des Markts Pointen und'die Bewohner aller Dörfer,ja die Beamten selbst behandelten diesen Wald als rescommunis, oder nulüus. Die natürliche Folge wareine gänzliche Anarchie, und alle Kommissionen, die