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Geschichtliche Nachrichten über die Familie v. Enckevort : Zusammengestellt auf Grund der Vorarbeiten des Eduard v. Enckevort
Entstehung
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Das prächtige Grabmal,') ein Werk von Duquesno>',genannt II üninmingn, stellt links an der Wand neben deinGingang. Ans dem Unterbau liest man zwischen zwei pila-stern die Grabschrift. Daraus steht zwischen zwei Granit-sänlen mit herrlichen Kapitalen der Sarkophag, den zweinach der Ulitte zu schauende Adler tragen. Dorn mittenauf dem Sarkophag ist das Wappen des Kardinals, drei

Adler, unter einem Kardinalshut angebracht. Auf demSarkophag ruht, in bischöfliche Gewänder gehüllt, die ruhigeernste Gestalt des Kardinals. Die Rechte stützt das bärtige,mitrageschmüekte Paupt, das eine starke Nase und energischeZüge im Gesichtsausdruek aufweist. Die linke pand ruhtauf der Brust. Die Rückwand ziert ein pautreliep GottDater, den Kardinal segnend. Die reiche Bekröuungdes Grabmals enthält nochmals das Wappen Wilhelms.Das Ganze haucht den Geist der Renaissance ans und erregtdie Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers der AnimaU)

Nachdem wir im vorstehenden das äußere Hieben desKardinals Wilhelm v. Gnckevort darzustellen versucht haben,wollen wir im Folgenden noch kurz seine Bedeutung für dieGeschichte und als Ulensch würdigen.

Wilhelm war emporgekommen durch die Gunst, die erbei den Spitzen der abendländischen Welt genoß, durch Papstund Kaiser. Zustatten kam ihm hierbei außer seineu zweifel-los nicht geringen Fähigkeiten seine Geburt, vom lokalen wievom ständischen Gesichtspunkt aus betrachtet. Als Gdelmannund als Niederländer war es Wilhelm von Gnckevort alleinmöglich mit Kaiser und Papst in nähere Beziehung zu treten.Pierin liegen die Prämissen zu seinem Glück wie Unglück.Wilhelm stand hoch und geehrt da, solange Kaiser und Papstin ihren Znteresscn nicht aufeinanderstießen, als aber beidesich verfeindeten, geriet Wilhelm in eine Kollision der

h S. nebenstehende Abbildung.

-) Übernommen aus dem Bonner Archiv. 189-5 Nr. 9 nach einerMitteilung des pcrrn Kaplan F. Kaufmann in Aon,.