wie gewöhnlich, nur einige Grade jenseits desNullpuncts hat. Nahe bey dem Mittelpunctdes Quadranten seze man vor das Objectivhin einen künstlichen Horizont (§.71 u. f.),der genau nivellirt seyn mufs, wenn man.nicht die Oberfläche des Queksilbers hiezugebraucht, so dais man durch clie Fernröhre,die nun unter den Horizont geneigt wird,das reflectirte Bild des culminirenden Sternssehen kann. Stellt man den ho'rizontalen Fa-den der Fernröhre auf den Stern, so gibtder Quadrant des Sterns liefe unter dem Ho-rizont an, die genau so gfofs seyn niufs, alsseine Höhe über dem Horizont, indem mandie Fernröhre geradezu auf ihn richtete, wennder Coliimationsfehler — o ist. Der zwischenbeyden Lagen der Fernröhre enthaltene Win-kel ist des Sterns gedoppelte Höhe; also diehalbe Summe der Höhen- und T’iefenwinkeldes Sterns verbesserte scheinbare Höhe, ihrhalber Unterschied der Coliimationsfehler.
Da sich die Höhen der Sterne nahe amMittag nur wenig ändern, wenn sie, wie hiererlordert wird, so niedrig durch den Meri-dian gehen, so kann man beyde Beobach-tungen während desselben Durchgangs durch,den Mittagskreis machen. Am sichersten istes, die Zeiten der Beobachtungen nach ei-ner berichtigteil Uhr zu bemerken , um allen-falls die Höhen auf den Mittag reduciren zukönnen (§. r 53 u. f.). Steht der Quadrantin dem Mittagskreis unbeweglich, so wirdman beyde Höhen, oder wenigstens eine der-selben nehmen müssen, wenn der Stern von
Gg 2 dem