Leben.
dünkt, weit früher erlangt haben, wenn ich fortge,fahren hatte, Verse zu machen. Das bestandi-ge Bedürfniß, Wörter von ahnlicher Bedeutung,aber von verschiedener Länge für das Sylbenmaas,und von verschiedenen Tönen für den Reim, hattenmich unaufhörlich genöthigt, die mancherley Syno-nymen aufzusuchen. Ich hatte sie mir ins Ge-dächtnis! geprägt und mich ihrer Meister gemacht.Deshalb nahm ich einige Geschichten aus dem Zu-schauer, und brachte sie in Verse Nach Ve/iaufeiner gewißen Zeit, wenn ich das Original völligvergehen hatte, schmolz ich n.eme Verse wieder inProsa um.
Bisweilen mischte ich auch alle meine Aus-züge unter einander und versuchte erst nach einig, nWochen, sie in die beste Ordnung zu bringen,ehe ich anficng, die Perioden selbst auszubilden undden Vortrag zu vollenden Dieses rhat ich umdie Gedanken methodisch ordnen zu lernen. Wennich hierauf weine Arbeit mit der Urschrift verglich,so entdeckte ich manchen Fehler und vcrbeßerteihn. Bisweilen genoß ich sogar das Vergnü-gen, mir cinzuvtidcn, daß ich in manchen Um«
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