Leben. 51
Lehrjahre in London bey einem Seidenfarber aus.Benjamin war ein thätiger Mann; ich erinneremich seiner noch wohl. Ich war noch ein Kind,als er zu meinem Vater nach Boston kam, und ei-nige Jahre in unserm Hause zubrachte. Zwischenmeinem Vater und ihm hatte immer eine besondereZuneigung geherrscht, und ich war sein Pathe.Er erreichte ein hohes Alter. Unter seinem Nach,laß fanden sich zwey Quarlbande handschriftlicherGedichte; kleine flüchtige Poesien, die er an seineFreunde richtete. Er hatte sich selbst eine Kunstdes Geschwindschreibens erfunden, die er mir lehr-te; da ich aber nie Gebrauch davon gemacht, sohabe ich sie jetzt vergessen. Er war ein frommerMann, und ein .fleißiger Kirchenganger. Esmachte ihm Vergnügen, die besten Predigten nachder von ihm ausgedachren Methode nachzuschreiben.So hatte er eine Sammlung von mehrern Bändenzusammen gebracht. Auch die Politik liebte ersehr, und vielleicht für seine Umstände zu sehr.Ohnlängst fand ich in London eine von ihm herrüh,rende Sammlung der vornehmsten Flugschristen,die von »641. bis 1717. in Beziehung aus dieöffentlichen Geschäfte erschienen sind. Aus der
Zah-