254 §. 95« Leitung am menschlichen Körper.
man die thierische Elektrizität benannt hat, haben vorzüglicheAufmerksamkeit erreget. Wenn nämlich an einem entblößtenvder nur mit dünner Haut bedeckten Nerven ein Metall alsBelegung angebracht, und davon eine Leitung zu einem an-dern Theile, besonders mittelst Metalles von verschiedenerArt, veranstaltet wird; so äussern sich, ohne andern äussernReiz, Würkungen, euelche der verschiedenen Bestimmungder Nerven angemessen sind, Empfindung von Geschmackauf der Zunge, von Licht im Auge, und Erregung vonZukkungen in den Muskeln. Letztere erfolgen auch nocheinige Zeit nach dem Tode des Thieres, (K.69.) und beyzerstümmelten und abgesonderten Theilen des Körpers; wennaber der Nerve unterbunden wird, lassen sie sich nicht erhal-ten. Eben dergleichen MuSkelreiz wird nun auch, mittelstsolcher Metall-belegungen, durch die eigentliche Elektrizitäterregt, und zwar sticht allein durch einen sehr schwachenFunken, oder CntladungSschlag, sondern sogar durch dieKurücktrctung der umher gedrängten Elektrizität, (I. 79.)wenn nämlich aus einem nahen clcktrisirten Körper ein Fun-ken gezogen wird, oder wenn sich eine Wetterwolke durcheinen Blitz entladet. ^). Diesemnach, und weil das dabeyWürkende sich durch metallene Leiter führen, und a» metal-lene»
69) Vergl. oben Erf. §. 6s.
Man sehe von diesen Erscheinungen Galvani und an»derer Abhandlungen über die thierische Elektrizität: VolMin den Odilos, ckckans. 17YZ. p. IS. Lichtenberg im Göllking. Taschen»Calmder 1794.