2oo H. 87. Wetterwolken werden von uns weder.
kein Blitz hier eingeschlagen hat. In den folgenden Jahrensind wieder die Gewitter unsere Stadt, bald vorbcy gegan-gen, bald nahe gekommen. --- Wenn man also nur ohneÄorurtheil auf die Erfahrung einiger Jahre achten will, sozeigt sich genugsam, daß weder wehr noch weniger Gewitterund Wettcrschlage an den Orten entstehen, wo sich Ableitet.'an Gebäuden, entweder zufällig oder mit Fleiß errichtet,befinden, das ist, wo den Blitzen eine Bahn dar-gereicht worden, durch welche sie ohne Gewalt und Zcrstöh-ruNg zur Erde, als ihrem Ziele, gelangen können. Wo esan dergleichen erleichterter Bahn fehlt, da wird die Wetter,wölke, welche sich doch am Ende entladen Muß, nur solange sie in dem Zwischenräume noch zu viel Widerstandfindet, immer mehr herab gezogen, und je länger der Aus-bruch mittleuveile verhindert worden, desto mehr hak sichihre Ladung angehäuft, desto großer ist nachmals die Ge-walt deS Ausbruches. Daher die heftigen Schläge auf denersten hervorragenden Gegenstand, wenn die Wolke überein Wasser, oder über ein flaches Feld hergezogen kam. —
Wenn
") Man hat ja bald dieses, bald jenes hervor gesucht, NMEinwendungen gegen die Ableitet' zu machen. Entwederes würden mehr Wetterschlage hergelockt, oder die Ge-witter mit ihren wohithätigen Folgen würden dadurch ver-swluckt. In alle ungewöhnliche Witterung, Dürre oderRegen, Hitze oder Kälte, auch beides mit einander in eunem Aussätze, nebst misgcrathenen Früchten, ist den Ab-Icitern zugeschrieben worden, und dieses sogar an Orten,wo im ganzen Lande wohl kaum noch ein Dutzend Ablei-ter errichtet waten.