>58 H-67. Wiedcrherstell. eines schwer Getroffenen.
am Hemdes-crmel war angeschmolzen: die Haut darunteraber nicht verbrannt, sondern nur als von Rauche ange«schwärzt. Die eine Schuhschnalle war auch an zwey Stel-len, beym Fuß-Gelenke und nach den Zehen hin, geschmol-zen, und der Fuß darunter etwas tief verbrannt — Erward in allen Stücken eben so wieder Erst-erwähnte, undmit gleich gutem Erfolge behandelt. Schon am andernMorgen klagte er über nichts mehr, ausser über den bren-nenden Schmerz an den vom Blitze so schon gezeichnetenStellen. Dieses ward indessen bald durch waschen mit Bley,Wasser gelindert. Die Streifen wurden in zwey Tagenbräunlich und in wenig Tagen darauf zeigte sich daran nurdie rauhe abschälende Oberhaut.
In beiden Nerlezten war die Veränderung der Farbe anHänden und Füßen merkwürdig. Diese waren nämlich, wiegesagt, fast schwarzblau; wenn man sie aber rieb, wurde»sie, so lange damit fortgefahren ward, tobten-weiß, undwenn man nachließ, kehrte die vorige Farbe wieder zurück»Bey dem letzt-erwahnten jüngern Manne wurden die bcmcl-deten Streifen, welche Hochroth auf dunkeln purpurnenGrunde erschienen, nachdem man dieBeine ein Paar Sekun,de» lang gerieben hatte, blaß-roth auf weissem Grunde. ESscheint also, daß die Blutgeväße dieser Gliedmassen, durchdie gewaltige Erschütterung dcö Wctterschlageö, ihre Zusam-menziehende Kraft so weit verloren hatten, daß die Arterienzwar daS Blut eintreten Hessen; aber der Hülfe des Reibens
bedurf«