§.59« Obcrflachige Verletzung vom Blitze. 129
des Schuhes herausgefahren> da war ein klcineö rundes,nicht rauhes, sondern als eingebranntes Loch. Die Spur,wo der Blitz von der Schulter bis zum Fuße den Körpergestreift hatte, war anzusehen, als wenn ein glühendesZ Finger breites Eisen zwischen den Kleidern und der Hautdurchgezogen worden. An einigen Stelle» waren sehr großeZölascn entstanden, davon die meisten bcy Abziehung derKleider zerplatzt worden. Das Kind wußte noch alle Um-stände, vor und nach diesem Unfälle zu erzählen, war sichaber keiner besondern Erschütterung bewußt. Nach achtTagen waren nur noch wenige kleine eiternde Stellen undStreifen hie und da übrig, und das Wundfieber völlig ver-schwunden. Zwo andere hoher sitzende und größere Perso,ncn, nebst dem vor diesem Kinde stehenden kleinen Bruder,blieben ganz unbeschädigt — Das entzündete Stroh amDache ward bald gelöschet, und im Hause war weiter keinSchaden entstanden: das Zimmer aber war mit Staub undDampf erfüllet.,, *)
Ob auf dem Hause ein Schorstein, verletzt ober unver-letzt, gewesen, wie eigentlich die Rinne oder Regenröhrebeschaffen war, ob die unverletzten Personen auch der Fen-sterbank eben so nahe gewesen, u,d.gl, wird nicht gemeldet.
§. 60«
5) Bon Herrn Rohlreif beobachtet, und in den LübeckschenAnzeigen r?7K im «ssten Stück beschrieben.
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