§. 57» Vom Blitz Getödkete. Z2Z
tödtet. Es stand daselbst ein großer wilder Zoirnbamn ganzeinzeln. Au einem Zweige desselben, etwa ivFuß unterseinem Gipfel, Halle der Strahl die Rinde, und bcym An-fange und Ende seiner Spur auch mit etwas vom Holze ab-gerissen. Er war nämlich diesem Zweige bis zu einer Bie-gung, die zum Stamme führt, gefolgct. Unter dieser Bie-gung sähe man ein senkrechtes ssoch in der Erde, Z Zollweit, und etwa 2 Fuß tief, an dessen Grunde sich fchlam«migte Erde befand, und etwas niedriger, ohngcfähr Z^Fußvom Stamme, war noch eine aufgeworfene, 2 bis g Fußbreite Stelle mit eben solchem schlammigten Grunde —Hier neben lag das Mädchen, auf dem Rücken, ganz vonihren Kleidern cntblösset, welche zerrissen, hoch in die Lustgesprengt und weit umher zerstreuet waren. — Man fandan ihrem Leibe nur eine Verletzung am Brustbeine, z i Li-nien lang, z breit, 4Z tief, von natürlicher Farbe, mitEut-blbssung und geringer Abspkitterung des Knochen, An die-ser Stelle, war ihr Leibchen, mit zweien eisernen Haken(bouelötles) bcvestigt gewesen, welche doch nicht geschmol-zen oder beschädigt worden. Es waren ih-r auch am Vor-kopfe Haare ausgerissen, und einige derselben, wie auchStücke von den Kleibern, hingen vest in der Rinde desBaums um die zerrissene Stelle. Sie hatte eine Ege zuFelde getragen, welche 4 bis Z Schritte weit von ihr geworstfen, aber unbeschädigt war. Zeichen von Versengung wa-ren weder am Baume, noch an dem Mädchen zu finden;such war der entblößte Theil des Brustbeines so weiß mch