14 §> 8» Wetterschlag ohne gesehenen Blitz.
wie Herr Patrik Brydone anmerkte, der im zweiten Stock-werke vor einem offenen Fenster das Gewitter beobachtete.Plötzlich aber hörte man, ohne daß ein Blitz vorher bemerktworden, einen lauten Schlag, als wenn verschiedene Flintengeschwinde nach einander abgefeuert würden, ohne daß es,wie bey den andern Schlägen, nachtönete. Alsbald zerthcil-tcn sich die Wolken, und es ward kein Blitz oder Donnerweiter vernommen. Bald darauf hörte er, baß nicht weitvon seinem Hause ein Mann und zwey Pferde erschlagenwären. Der Erschlagene, Namens Lander, ein jungerfrischer Mensch, war mit einem beladcncn Steinkohlen-Karren , auf dessen vördcrn Theilc er saß, gefahren, und einGefährte, mit einem andern Karren hinter ihm. Letzterer,. nachdem er den Tobten zu Hause gebracht, erzählte demHerrn Brydone, der in weniger als eine halbe Stunde da-hin kam, ohne sonderliche Gemüths-Bewegnng den Vorfall.Sie waren nämlich einige Minuten zuvor durch eine tiefeFurth über den Fluß Tweed gefahren, und hatten bcynahedie Anhöhe, 6Z bis 70 Fuß über dem Fluß-Bette, erreicht.Da sie nun mit einander über das Donnern redeten, welchessie in der Ferne hörten, und wünschten, daß nach so langerDürre ein Regen erfolgen mögte, ward er durch einen lau-ten Knall crschröckt, und sähe seinen Gefährten mit denPferden und dem Karren zur Erde stürzen. Er habe ihnvöllig tod gefunden, sein Gesicht blaufärbig, und seineKleider zerrissen, und so auf seinem Karren, davon er dieKohlen abgeworfen, zu Hause gebracht. Herr Bell, der
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