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2 (1793)
Seite
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§. 877. Unterdessen haben nicht alle Völker die Win-tersonnenwende als den Anfangstermin des Jahrs ange-nommen. Die alten Römer fingen unter Romulus Negie-rung ihr Jahr mit dem Marz, und die Griechen im Sep-tember an. Seit 1564 ist in Frankreich der iste Januar dererste Tag im Jahr, da es sonst, wie bey der römischenKirche, der Osiersonntag war. An einigen Orten Ita-liens macht man noch anjetzt das Frühlingsäquinoctium zumAnfange des Jahres, und in England fing sich das Jahrbis Ao. 1752 am 2zsten März, oder am Feste der Verkün-digung Maria an :c. Die Inden fangen ihr Kirchenjahr mitdem Neumond an, dessen Vollmond zunächst auf das Früh-lingsaquinoctium; ihr bürgerliches Jahr aber von dem Neu-mond, dessen Vollmond auf das Herbstäquinoctium folgt.

§. 878. Seit der babylonischen Gefangenschaft sinddie Jahre der Juden nach dem Lauf des Mondes undder Sonne zugleich eingerichtet. Ihre gemeinen Jahresind eigentliche Mondenjahre von 354 Tagen. Sie müs-sen aber zuweilen, um das bürgerliche Jahr wieder mitdem Sonnenjahr zu vereinigen, einen ganzen Monat ein-schalten, und dann erhalt ein solches Schaltjahr 13 Mo-nate oder z84 Tage. Ueöerdem, da nach den Sa-tzungen der Alten niemals ein strenge zu feuernder Fasttagzunächst vor oder nach dem Sabbath oder Sonnabend ein-treffen darf, so sind sie genvthigt, sowol in gemeinen alsSchaltjahren, bald einen Tag mehr, bald einen weniger zuzählen. Ihr Jahr muß nie am Sonntage, Mittwoch undFreytag oder den isten, 4ten und 6sien Wochentag anfa«-

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