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2 (1793)
Seite
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Hätten nun auf der Charte z.B. 5 Grad der Länge im Ae-quator oder den Parallelkreisen ioo Theile eines gewissenMaaßstabes,so müßte der durch den zostenGrad der Breitegehende Parallelkreis nach dem Satz: zoc^ : >888^,4

: 629,4 vom Aequator 629,4 solcher Theile gezogen wer-den, und so mir allen übrigen. Die in der Tafel angesetz-ten Unterschiede geben deutlich das Wachsthum der Gra-den der Bre-te auf dieser Charte gegen die Pole zu erkennen,und zugleich den Abstand dieser Parallelen von einander.

§. 782. Wenn demnach auf diesenreducirten Seechar-tett die Grade der Länge überall gleich groß bleiben; dieGrade der Breite aber vom Aequator zu den Polen, genauum so vielmal großer werden, als die Graden der Lange aufder Erdkugel abnehmen, so folgt, daß sich unter beyden,nach einem Maaßstab oder Meridian gemessen, dessen Ab-theilungen oder Graden sich eben so vergrößern, allemal dasrichtige Verhältniß wie auf der Erde finden müsse. Derletzte Grad am Pol wird freylich unendlich groß seyn, weildie Secante von 90° unendlich ist, diesen Grad darf aberso leicht keine Seecharte enthalten. Eine Folge von dieserVergrößerung der Graden der Länge und Breite ist, daß dieLänder, Inseln und Meere gegen die Pole, auf den redu-cirten Charten immer mehr ausgedehnt erscheinen; unter-dessen behalten diese Gegenden, nach der ihrer Breite zuge-hörigen Größe eines Grades vom Meridian gemessen, ge-gen alle übrigen das richtige Verhältniß. Da die Meri-diane und Parallelkreise der Erde auf diesen Charten samt-lich, als unter sich parallel gehende gerade Linien vorkom-