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Von der Magnet- oder Compaßnadel, ihrerAbweichung und Neigung.
§. ?6r.
Wenn man einer eisernen dazu eingerichteten Nadeldie magnetische Kraft gehörig mittheilt, so wird sie eineMagnet- oder Compaßuadel, und zeigt bekanntlichhorizontal im Gleichgewicht auf einem Stift aufgestellt, mitder einen Spitze beynahe nach Norden, und mit Verän-dern beynahe nach Süden. Diese Abweichung ihrer so,genannten Pole von den Weltpolen, oder von der Richtungdes Meridians, ist nach einiger Zeit an einem und dem-selben Ort der Erde veränderlich, und ihre Größe zugleicher Zeit nicht überall auf der Erd und Meeresoberflä-che gleich. Sie weicht an einigen Orten nach Osten, anandern nach Westen mehr oder weniger vom Meridian ab;es giebt aber auch Gegenden, wo zuweilen keine Abweichungstatt findet. Zu Berlin weicht anjetzt die Magnetnadel et-wa 17^ Grad vom nordlichen Meridian gegen Westen ab.Zu Paris war im Jahr 1580 ihre Abweichung 12° östlich,1610 9°, iübü war keine Abweichung. Nachher ging sel-bige gegen Westen, im Jahr 1700 war sie 8°; 1720, 12°;1760 über 18°; 177z, 19° 55' und 1790ml Sept. 21° 58'.Folgende Tafel zeigt die Abweichung der Magnetnadel inverschiedenen Meeresgegenden der Erde um das Jahr 1770.Im Kanal zwischen England und Frankreich
über — — — — 20° westlichIm baltischen Meer beim Sinus Finnicus 10 --
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