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2 (1793)
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§. 758. Man hat hiernach Ursache, sich von diesenneblichten Stellen am Himmel die erhabensten Begriffe znmachen. Rant, Lambert und Herschel nehmen mitvielem Grunde der Wahrscheinlichkeit an, daß, außer un-serer Milchstraße, noch mehrere derselben oder Samm-lungen zahlreicherFixfternensysteme (Milchstraßen) imWeltraum vorhanden sind, und daß uns einige in diesenNebelflecken sichtbar werden, dergestalt, daß wir nur nochden vereinigten Glanz ihrer Legionen Sonnen unter der Er-scheinung eines schwachen Lichtschimmers erblicken. Bcydiesen Vorstellungen schwindelt der Verstand des Erdbewoh-ners, denn seine Sprache hat keine Worte, die Größe unddie Würde dieser erhabenen Gegenstande zu beschreiben, unddennoch, wer darf es wagen, aus unwiderruflichen Grün-den die Unrichtigkeit derselben zu beweisen? Wenn der Phi-losoph und Astronom auch nur bei) dem geringsten Leitfadender Vernunft und Erfahrung über die Anordnung des Welt-baues Schlüsse sammelt, so ist diese anscheinende Kühn-heit sehr verzeihlich, denn seine Absicht ist edel undsein eingeschränkter Verstand kann sich von den Werken einesUnendlichen nie zu große Begriffe machen.

§. 759. Ueberdenkt endlich der Erdbürger den Raum,der alle Fixsternensysieme und Milchstraßen umspannt, soerliegt sein Geist unter der Vorstellung dieses Gegenstandes,denn hier hören alle seine Begriffe von Zahlen und Weiten aufund der Abstand des nächsten Fixsterns von unserer Sonnehat gegen diese unbegreifliche Ausdehnung kein Verhältnißwehr. Auch auf den Flügeln des Lichts könnte er leicht