Druckschrift 
2 (1793)
Seite
689
Einzelbild herunterladen
 

( 689 )

Weltkörper, wenn sie gegen die Sonne anrücken, in Brand,und sehen wir in ihren Nebeln und Schweifen den von ihrenOberflächen aufsteigenden Dampf? Oder entstehen dieseSchweife aus den von der Sonnenhitze in Dünste anfgelöse-ten Atmosphären der Kometen? Bey diesen Meinungenwird die Sonne für ein wirkliches Feuer gehalten, dessenHitze auf den Kometen mit der Annäherung zunimmt. Dergroße Komet von 1680 kam aber der Sonne in seinem Peri-helio iü6mal näher als die Erde, und mußte hiernach ihreHitze 2755b mal stärker als die Erde empfunden, oder dieErhitzung seiner Kugel die von einem glühenden Eisen beyuns 2Oioomal übertroffen haben, und wie unbeschreiblichsirenge müßte nicht im Gegentheil die Kälte seyn, welcherdieser Komet in seiner Sonnenferne blos gestellt wäre? Wieunbedeutend wäre dann auch nicht die Größe eines Kome-ten gegen seinen Dunstkreis, da der Schweif sich oft vieletausend Meilen weit in der Länge erstreckt. Warum ersehn»nen uns diese aufgestiegenen Dünsie noch so glänzend, undvornemlich nach einer von der Sonne abgewendet?» Rich-tung? Wie könnte» wir durch die oft lebhaft schimmerndenSchweifen der Kometen zuweilen auch sogar die kleinstenFixsterne erkennen, wenn sich in denselben dicke Dampfeund Nebel unfern Augen darstellen sollten?

§. 724. Die neueste sich auf richtige Beobachtungenund Vernunftschlüsse gründende Meinung über die Naturdieser Weltkörper ist folgende: Da man die verspätete Wie-derkehr des Kometen von 1759 sehr deutlich aus der Wirkungder Anziehungskraft des Jupiters und Saturns auf seinen

Xx