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§> 695. Ehedem wurde die erste Erscheinung eines Ko-meten gewöhnlich nicht aNein von Astronomen, sondern,auch von Leuten, die sich bei) nächtlicher Weile in freyer Luftaufhalten, mit bloßen Augen bemerkt; Allein, da man inneuer» Zeiten mehr wie jemals den gestirnten Himmel mitFernröhren durchzumustern Veranlassung findet, so wer-den zufälligerweise auch die kleinen beständig mit bewafne-ten Augen oft nur als schwache Nebelflecke kenntlichen Kome-ten entdeckt und beobachtet, und daher hat sich die Anzahlder erschienenen Kometen in den letztern zo Jahren ungemeinvermehrt, indem fast kein Jahr vergeht, da nicht ein sol-cher entfernter Komet sich zeigt, auch sind zuweilen 2 oder zKometen in einem Jahr bemerkt worden *). Man bedientsich zu ihrer Aufsuchung mit dem besten Erfolg nur einesFernrohrs von etwa zwei Fuß, welches sowol ein breites Ob-jectlv als Ocular oder Augenglas hat, und daher zwar wenigvergrößert aber die Gegenstande am Himmel in einem sehrlebhaften Lichte zeigt, und einen beträchtlichen Raum aufeinmal übersehen läßt. Man nennt dergleichen Fernröhre
") Im Jahr 1790 wurde» drey Kometen beobachtet. Den er-sie» entdeckte Sie Schwester des Hrn. Hörschel den 7ten Jan.beym Schwan, den zweyten am sten Jan. Hr. Mcchain inden Fischen, und de» dritten gleichfalls die Miß Herschel deni7ten April bei) der Androineda. Die Herren Mesner undMechain in Paris habe» besonders das Glück gehabt, seit zzJahren durch fleißiges Nachsuchen allein gegen zwanzig Kome-ten durch Fernrohrs zu entdecken. In diesem Jahrhundert ha-ben die Astronomen bis jetzt 58 Kometen beobachtet, wovonnur wenige sich mit bivßen Augen und in einer ansehnlichen GrWgezeigt haben.