senden Einbildungskraft eine grofse Strenge inseinen Schlüssen, und bey seinen Beobachtun-g< n vereinigt, und zugleich auf der einen Seitevon dem Verlangen, sich zu der Ursache derErscheinungen zu erheben, und auf der andernvon der Furcht, sich in Ansehung derjenigen,■welche er ihnen beylegt, zu täuschen, beunru-higet wird.
Den ersten dieser Vorzüge verdankteKep ler der Natur, den andern dem TychoBrahe. Dieser grofse Beobachter, den er inPrag besuchte, und welch r in Keplers erstenWerken seinen Geist, mitten unter den ge-lieimnifsvollen Analogien der Figuren undZahlen, womit sie angefüllt waren, erkannthatte, munterte ihn auf, zu beobachten , undverschaffte ihm den Titel eines kaiserlichenMathematicüs. Der wenige Jahre hernach er-folgte Tod des Tycho sezte Kep lern in denBesiz der schäzbaren Sammlung seiner Beob-achtungen, und er machte davon den nüzlich-sten Gebrauch, indem er drey der wichtigstenEntdeckungen, die man in der Naturphiloso-phie gemacht hat, darauf gründete.
Eine Opposition des Mars bestimmte K ep-lern, sich vorzugsweise mit den Bewegungendieses Planeten zu beschäftigen. Seine Wahl