Druckschrift 
Darstellung des Weltsystems
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

146

und des Monds erregten partialen Flutlien ver-' einigen sich also ohne einander zu stören,und aus ihrer Vereinigung entsteht die Fluth,die wir in unsern Pläfen beobachten.

Hieraus entstehen die merkwürdigstenErscheinungen der Ebbe und Fluth. Der Au-genblick der Mondsfluth ist nicht immer einer-ley mit dem der Sonnenfluth, weil ihre Perio-den verschieden sind. Wenn zwey dieserFluthen zusammen fallen, so wird die folgendeMondsfluth um den Ueberschufs eines ^halbenMondstags, über einen halben Sonnentag, d.i. 11m 1752^5 hinter der Sonnenfluth Zurück-bleiben. Da diese Verspätungen von einemTage zum andern sich anhäufen , so wird diex durch den Mond bewirkte volle See mit dervon der Sonne verursachten tiefen See zusam-menfallen, rmd umgekehrt. Wenn die Monds- .fluth mit der Sonnenfluth zusammenfällt, soist die zusammengesezte Fluth am gröfsten;dies verursacht die grofsen Fluthen gegen dieSyzygien. Wenn hingegen die volle See vondem einen dieser Gestirne mit der tiefen Seevon dem andern zusammenfällt, so ist die zu-sammengesezte Fluth am kleinsten; dies ver-ursacht die kleinen Fluthen gegen die Quadra-turen. Wenn die Sonnenfluth stärker ist, als