Man muss, um die Werke der Baukunst zu erklären,damit anfangen ihre Länge und Breite mit anderen Wer-ken der Baukunst zu vergleichen.
Die Höhe der Kirche zu Treis ist bis zum Dache 50rheinische Fuss.
Die Höhe des Portals am Thurme ist 42 rh. Fuss, undist ganz aus rheinischer Basaltlava erbaut, und nimmt fastdie ganze vordere Breite des Thurms ein, welche 21 Fuss ist.
Durch die überwölbte Halle tritt man in die Kirche,welche aus drei Wölbungen besteht. Das mittlere Gewölbewird von 33 Fuss Weite und 48 Fuss Höhe getragen.
Die beiden andern Gewölbe betragen 12 Fuss Weiteund 40 Fuss Höhe. Das Ganze ist mit Gurten gewölbt.Zwei Männer verloren durch Unvorsicht das Leben, weil siesich nicht strenge genug an der Vorschrift hielten, die ihnenHerr von Lassaulx gemacht hatte.
Das Chor hat keine Fenstern, sondern es empfängt seinLicht von oben, welches eine herrliche Wirkung thun soll.
Im Eingänge des Chors steht rechts der Taufstein undlinks die Kanzel.
Neben dem Thurme geht links eine Wendeltreppe fürdie Orgel hinauf, und rechts ist die Chorkammer, welcheüberwölbt ist.
Die Fenstern haben im Lichten 22 Fuss Höhe und sinddurch einen Mittelpfosten in 2,J Fuss Weiten geschieden.
Die Tafeln sind von Loorglas und haben 2J Fuss Quad-rat und sind aus kleinen Scheiben zusammengesetzt.
Die Ränder sind aus farbigem Glase in folgender Artverziert. Es wurden nämlich mit schwarzer Oelfarbe leichteVerzierungen darauf gemalt, was mittelst Nachzeichnungunterlegter Mustern auf eine leichte Weise geschah.
Was aber Herr von Lassaulx seine Darstellung merk-würdig macht ist der Preis, den die einzelnen Sa-
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