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Kubikluss an den sieben Bergen 1 Thlr. kostet, so kostet erzu Niedermendig nur 20 Sgr.
Die Gegend um Niedermendig ist Arm, und daher dergeringe Tagelohn. Ein Mühlstein, der 5 Fuss hoch undII Fuss breit ist, kostet nur 9 bis 10 Thlr. Ich fragte inNiedermendig einen Müller. Dieser sagte mir: »er wäre TonAndernach und hätte einen Mühlstein mit einem Pferde ge-höhlt, weil der Weg immer bergab ginge.« Dieser Mühl-steine stehen zu Niedermendig über 2000 und warten aufKäufer.
Schon die Werkstätte der Mühlsteine ist unter der Erdein einer Tiefe von 80 bis 90 Fuss; hier werden sie miteinem sogenannten Pferdegöpel, an dem eine Kette befestigtist, die ein Pferd dreht, zu Tage gebracht; dieser Pferde-göpeln sind wohl 40 vorhanden, auf einem Umkreise voneiner halben Stunde.
Diese verwittern nicht, und zwar, weil sie 80 bis 90 Fussunter Tage gebrochen werden.
Es ist eigen, dass es hier in der Erde im Sommer ganzungemein kalt ist. Ich war im Monat Juni 1831 da, undmein Begleiter brachte mir ein Stück eines gefrorenen Eis-zapfens aus der Grube.
Ausser den Mühlsteinen hauen sie, wie gesagt, nochThür- und Fenstergewände, Platten u. s. w. aus derselbenGrube, so dass, wenn man ein Haus bauet, alles Materialhier zusammen ist.
Herr von Breuer, einer der Meistbeerbten an den Nie-dermendiger Lavabrüchen hat sich vor einigen Jahren einllaus gebauet, das fast ganz aus Laven besteht, und sehrschön ist.
Der Bauinspector von Lassaulx in Coblenz hat den Planzu diesem Hause entworfen. Die Lava liat die ganz natür-liche, ins schwarz gehende Farbe des Steines.