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Buch der Lieder
Entstehung
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L N 0 k O 8

Und allgeliebt und allbewundertVon allen Weltkreaturen,

Und alle Weltkreaturen erfreuendMit ihres Blickes Licht und Warme,-Aber des Abends, trostlos gezwungen,

Kehre sie wieder zurückIn das nasse Haus, in die öden ArmeDes greisen Gemahls.

Glaub mirs," setzte hinzu der Freund,Und lachte und seufzte und lachte wieder -Die führen dort unten die zärtlichste Ehe!Entweder sie schlafen, oder sie zanken sich,Daß hoch aufbraust hier oben das MeerUnd der Schiffer im Wellengeräusch es hört,Wie der Alte sein Weib ausschilt:

,Runde Metze des Weltalls,-Strahlenbuhlende!

Den ganzen Tag glühst du für andre,Und nachts, für mich, bist du frostig und müde!^Vach solcher Gardinenpredigt,

Versteht sich! bricht dann aus in TränenDie stolze Sonne und klagt ihr Elend,Und klagt so jammerlang, daß der Meergottplötzlich verzweiflungsvoll aus dem Bett springt,Und schnell nach der Meeresfläche herauschwimmt,Um Lust und Besinnung zu schöpfen.

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