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Weiße Lilien, lichtumflossen,
Blicken nach den Sternen droben. —Aber sage mir, Geliebte,
Hast du auch nicht falsch geschworen?
„Falsch ist nicht in mir, Geliebter,Wie in meiner Brust kein TropfenBlut ist von dem Blut der MohrenUnd des schmutzgen Iudenvolkes."
Laß die Mohren und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend,-Und nach einer MyrtenlaubeFührt er die Alkadentochter.
Mit den weichen LiebesnetzenHat er heimlich sie umflochten!
Kurze Worte, lange Küsse,
Und die Herzen Überflossen.
Wie ein schmelzend süßes BrautliedSingt die Rachtigall, die holde,-Wie zum Fackeltanze hüpfenFeuerwürmchen auf dem Boden.
In der Laube wird es stiller,Und man hört nur, wie verstohlen,Das Geflüster kluger MyrtenUnd der Blumen Atemholen.
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