N T I K
76.
Wie dunkle Träume stehenDie Häuser in langer Reih,-Tief eingehüllt im Mantel,Schreite ich schweigend vorbei.
Der Turm der KathedraleVerkündet die zwölfte Stund,-Mit ihren Reizen und KüssenErwartet mich Liebchen jetzund.
Der Mond ist mein Begleiter,Er leuchtet mir freundlich vor,-Da bin ich an ihrem Hause,Und freudig ruf ich empor:
„Ich danke dir, alter Vertrauter,Das; du meinen Weg erhellt,-Jetzt will ich dich entlassen,
Jetzt leuchte der übrigen Welt!
Und findest du einen Verliebten,Der einsam klagt sein Leid,So tröst ihn, wie du mich selberGetröstet in alter Zeit."
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