Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
288
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23.

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,In diesem Hause wohnte mein Schatz,-Sie hat schon längst die Stadt verlassen,

Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.

Da steht auch ein Mensch und starrt in die Hohe,Und ringt die Hände vor Schmerzensgewalt,-Mir graust es, wenn ich sein Antlitz seheDer Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.

Du Doppelgänger, du bleicher Geselle!Was äffst du nach mein Liebesleid,

Das mich gequält auf dieser StelleSo manche Nacht in alter Zeit?

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