Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
221
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31.

Und als ich so lange, so lange gesäumt,In fremden Landen geschwärmt und geträumt:Da ward meiner Liebsten zu lang die Zeit,

Und sie nähete sich ein Hochzeitkleid,

Und hat mit zärtlichen Armen umschlungenAls Bräutgam den dümmsten der dummen Jungen.

Mein Liebchen ist so schön und mild,

Noch schwebt vor mir ihr süßes Bild,-Die Veilchenaugen, die Rosenwänglein,

Die glühen und blühen jahraus, jahrein.

Daß ich von solchem Lieb könnt weichen,

War der dümmste von meinen dummen Streichen.^)

Im Originalmanuskript findet sich noch folgende Strophe:

Ost wenn ich sitze und einsam bin.

Kommt mir die Frage in den Sinn,

Ob sie denn meiner ganz und garVergessen hat auf immerdar?

Dann seufz ich und muß zu mir selber sagen:

Das ist die dümmste der dummen Fragen.

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