8 O N L 7 L
An I. B. Rousseau
(Ins Stammbuch)
Bang hat der pfaff sich in der Kirch verkrochen,Der Herrschling zittert auf dem morschen Thrönlein,Auf seinem Kopfe wackelt schon sein Krönlein —
Denn Rousseaus Rainen Hab ich ausgesprocben.
Doch wähne nicht das Hüpplein, womit pochenDie Mystiker, sei Rousseaus Glaubensfahnlein,
Auch halte nicht für Rousseaus Freiheit, Söhnlcin,Das Süpplein, das die Demagogen kochen.
Sei deines Ramens wert, für wahre Freiheitbind freie Wahrheit kämpf mit deutschem Sinne.
Schlag drein mit Wort und Schwert, sei treu und bieder.
Glaube, Freiheit, Minne sei deine Dreiheit,Und fehlt dir auch das Myrtenreis der Minne,
So hast du doch den Lorbeerkranz der Lieder.
137