11.
B e l s a z e r
Die Mitternacht zog näher schon,-In stummer Ruh lag Babylon.
Nur oben in des Königs Schloß,
Da flackerts, da lärmt des Königs Troß.
Dort oben in dem Königssaal,
Belsazer hielt sein Königsmahl.
Die Knechte saßen in schimmernden Reihn,Und leerten die Becher mit funkelndem Wein.
Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht,-So klang es dem störrigen Könige recht.
Des Königs Wangen leuchten Glut,-Im Wein erwuchs ihm kecker Mut.
Und blindlings reißt der Mut ihn fort,-Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort.
Und er brüstet sich frech, und lästert wild!Die Knechtenschar ihm Beifall brüllt.
Der König rief mit stolzem Blick,-Der Diener eilt und kehrt zurück.
Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt,-Das war aus dem Tempel Iehovas geraubt.
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