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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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Auswärtiger und innerlicher Zwiespalt nahm immermchrüberhand und die Anklagen häuften sich gegen die Gesellschaft,welcher man besonders zu große Begierde nach Reichthum zu-eignet. Hiervon entstanden jene Unruhen, welche die ganze Weltstörten, welche den apostolischen Stuhl so tief betrübten und be-lästigten, hiervon die von mehreren Fürsten gegen die Gesellschaftergriffenen Maaßregeln. Deßhalb hat sie nothgedrungen, vondem Papste Paul V., Unserm Vorgänger, glückseligen Gedächt-nisses, eine neue Bestätigung ihres Ordens und seiner Privilegienwünschend, denselben gebeten, er möchte durch seine Gewalt einigein der fünften Generalversammlung erlassenen Beschlüsse ratifi-ciren und bestätigen, welche sich in die über diesen Gegenstandden 4. September d. kll. W. I. 6. 1706 ausgefertigten in Bleigesiegelten Briefe ausgenommen fänden. Ausdrücklich erwähnendiese Dccrete der unzähligen Feindseligkeiten und inneren Unru-hen zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft, und sie besagenoffen, daß die Klagen und das Verlangen Fremder gegen siedie Versammlung bewogen haben, folgende Verordnung zu er-lassen :

„Daß unsere Gesellschaft, errichtet vom Herrn für die Ver-breitung des Glaubens und des Heils der Seelen, unter derFahne des Kreuzes dieses Ziel glücklich erreichen kann, das siesich zum Nutzen und Gewinn der Kirche und zur Erbauung desNächsten steckt, so sie die ihrem Wesen entsprechenden Mittel,die geistlichen Waffen, anwcndet, und da sie, diese guten Erfolgehemmend, sich selbst großer Gefahr aussctzen würde, so sie sichmit dem Streben der Welt bemengte und mit Allem, was derPolitik und der Regierung der Staaten angehört, so war es einevortreffliche Verordnung unserer Vorvordern, daß wir, die wirin der Heeresmacht des Herrn dienen, uns nicht mit Dingen be-fassen sollen, welche unserer Pflicht fremd sind; und da vor Al-lem in diesen höchst gefahrvollen Zeiten unser Orden durch dieVerfehlung vielleicht einiger der Unsrigen, die durch Ehrgeiz,oder falschen Eifer sich verleiten ließen, an mehreren Orten übelberüchtigt ist, und von verschiedenen Fürsten mit ungünstigemAuge angesehen wird, deren Liebe und Wohlwollen aber doch derP. St. Ignatius, hohen Andenkens, des Gott schuldigen Ge-horsams wegen, als von uns wohl bewahrt wissen wollte, als