Breve
unseres heiligen Vaters des Papstes Clemens XIV.,die Unterdrückung der Jesuiten betreffend.
Zum ewigen Andenken.
Aesus Christus, unser Herr und Erlöser, den die Propheten alsden Fürsten des Friedens verkündeten, der bei dessen Erscheinungin der Welt zuerst den Hirten durch die Stimmen der Engel kundwurde, der ihn selbst seinen Jüngern ertheilte, und mit Gott demVater vereint, durch sein Blut, das er am Kreuze vergoß, Allesim Himmel und auf Erden segnete, hat sein Friedensamt unddie Worte der Versöhnung den Aposteln anvertraut, damit sie,im Namen Jesu Christi, der nicht ein Gott ist der Unreinigkeit,sondern der Liebe und des Friedens, den Frieden dem ganzenUniversum verkündigten und aller Sorgfalt sich beflissen, daßvor Allem die in Jesu Christo Wiedergeborenen aufgcrufen seien,den Geist der Einigkeit in dem Bande des Friedens zu bewah-ren, und nur einen Geist und einen Leib zu bilden, wie siedenn durch einen und denselben Ruf zur Hoffnung gerufen sind,zu welcher nicht gelangt, wie sich der heilige Gregorius derGroße ausdrückt, wer in sich nährt einen mit seinem Näch-sten entzweiten Geist. Als Wir, ohne Unser Verdienst, auf denStuhl Petri erhoben wurden, erinnerten Wir Uns alsbald, daßUns besonders der Himmel jenes Wort und jenes Amt der Ver-söhnung anvcrtraut hat. Tag und Nacht hatten wir die Ver-pflichtung vor Augen und tief in das Herz geschrieben, welcheUns geworden, und Wir bieten heutigen Tages alle Unsere