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sich den Beruf anmaßen, den Glauben zu verteidigen in echterJanitscharen Manier, indem sie mit dem Schwerdte zwischen dieKetzer schlugen? Hätte die Hierarchie in jenen Zeiten durchreine und echt christliche Sitten geglänzt, man verziehe ihrdie Kctzcrverfolgung, weil die Achtung gegen die Men.schenwürde den Geschichtsforscher nöthigte, zu gestehen: Sie
haben aus frommem Eifer gefehlt; aber ihr Herz war edelund gut. Aber wenn ein lasterhafter und verderbter Klerusgegen die Ketzer wüthete, so kann man ohne alle Unwahrheitbehaupten: der Grund ist nicht Eifer für die Wahrheit und dieEhre Gottes, sondern Egoismus in seiner häßlichsten Gestalt,denn nur dieser kann Qualen und Mord und Empörung andie Stelle der Gründe setzen und damit den Beweis führen;nur dieser kann Menschen seinem Interesse hinopfern und fühl-los und höhnend rufen: Omnia aü majorem Del gloriaw!
Fünftes Kapitel.
Schluß.
Wir haben hiermit unsere Kritik der Moral und Politikder Jesuiten beendigt und stellen nur noch die Frage: Hatunsere Zeit Ursache, sich vor den Jesuiten zu fürchten? sind die-jenigen, welche die Jesuiten fürchten, „Schwachköpfe", und zeugtdie Jesuitenfurcht von einer „schafsmäßigen Stupidität;wie die Ultramontancn, namentlich die Münchener historisch-politischen Blätter behaupten?