Druckschrift 
Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
Entstehung
Seite
344
Einzelbild herunterladen
 

derselbe durch Eingebung des heiligen Geistes sagt: „Alle Men-schen sind Lügner, Betrüger und Geschöpfe der Gebrechlichkeit;"warte, bis jener Beichtende nicht mehr lügnerisch, trügerisch undgebrechlich ist, wie Andere; dann wirst du Keinem mehr.dieWohlthalt des Blutes Christi reichen." *)

So antwortete die Gesellschaft Jesu auf die ihren Mitglie-dern wegen abnormer und schlechter moralischer Grundsätze ge-machten Borwürfe. Uno exemplo llisce vmnes.

Wir wollen hiermit diesem Thcile unseres Werkes ein Zielsetzen, in der Ucberzcugung, daß wir wohl nicht ohne Grundin der Vorrede den schweren Satz aussprachen: daß die Jesuitennicht nur nicht im Stande seien, heutzutage Religion undSittlichkeit wieder herzustellen, sondern daß beide unter ihrenHänden nur noch mehr würden zu Grunde gerichtet werden;ferner daß der ganze Orden, wegen der Gräuel der Casuistik,die er in seiner Mitte nicht nur duldete, sondern auch hegte,förderte und schützte, von Gottes, Kirche und Menschheit wegenverdiene, als infam erklärt zu werden. Wir wünschen, zurEhre der Menschheit und der Kirche, recht gründlich von denzahlreichen Jesuitenfreunden widerlegt zu werden.

«) Nrisseior ?. 4. p. 21.