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i. Von den Sacram enten überhaupt.
Wir wollen über diesen Gegenstand nur Weniges vortragen,da uns die Sacramente im Einzelnen noch hinreichend in An.spruch nehmen werden.
1) Bei Ausspendung eines Sacramentcs ist von Seiten desAusspenders nicht erforderlich die inteutio setualib, d. h. erbraucht nicht wirklich an das zu denken, was er vornimmt, undnicht die ausdrückliche Absicht zu haben, das zu thun, was er beider Ausspendung vornimmt. Es genügt vielmehr die inteutiovirtnalis; diese ist eigentlich die setualis, welche aufgehört hat,ohne gerade widerrufen zu sein, wobei also die Wirkung derje-nigen Intention fortdauert, von der sie ihren Ursprung hat, undmit derselben entweder unmittelbar oder mittelbar verbunden ist.So z. B. ist die Absicht, das Meßopfer zu verrichten, schoneingeschlossen in der Absicht, die Meßklcidcr anzulegen; in derAbsicht, das Subdiakonat zu empfangen, die, Keuschheit zu ge,loben. Henriquez aber glaubt, daß zur Verrichtung irgendeines Sacramentcs keine andere Intention nothwendig sei, alsdie, womit man die heiligen Weihen empfing, daß man nämlichPriester und Diener Christi werden wolle.
Welche Menschen! Also der Priester, der das Altarssacra-ment feiern und austheilen, dev Beichtvater, der, nach der Lehreder Kirche, an Gottes Statt das Sündenbekcnntniß cher Gläubigenhören, an Gottes Statt richten und lossprechen will, kann andiese heiligen Werke gehen, wie an eine gewöhnliche mecha-nische Arbeit, ohne daran zu denken, was er vorhat, waS erverrichtet; er kann hinzugehcn, ohne irgend eine Vorbereitung,ohne irgend einen Gedanken an sein heiliges Amt, und es istnach Henriquez genug, wenn er vor 5 oder I«, oder gar2V Jahren, als er Priester wurde, einmal gedacht und sich vor-genommen hat, ein Diener Christi und der Kirche zu werden.Welche Menschen!
2) Ich weiß, daß ein Priester excommunizirt sei (was ge-wiß eine schwere Sünde voraussctzen läßt) darf ich von ihmSacramente empfangen? Antwort: Mit Toletus, Suarezund Valencia antworte ich, daß man befugt sei, Sacramente
i) L?col>. H. VlI. Tx. 1. e. 5. n. 20. p. 744.